06.08.2026 – Turock Essen
Gut gefülltes Turock, richtig starker Sound und eine Band, bei der man sich am Ende eigentlich nur eine Frage stellt: Warum sind Armored Saint nie viel größer geworden?
Von der ersten Minute an saß einfach alles. Die Band spielte unglaublich tight, der Sound war 1A und vorne stand mit John Bush ein Sänger, der scheinbar überhaupt nicht weiß, was Stillstehen bedeutet.



Bush fegte wie ein Derwisch über die Bühne, war ständig in Bewegung – und sang dabei einfach unfassbar stark. Keine schiefen Töne, kein hörbares Nachlassen, nichts. Wenn man bedenkt, wie lange der Mann schon auf den Bühnen dieser Welt unterwegs ist, kann man davor eigentlich nur den Hut ziehen.
Auch die Setlist passte: eine richtig gute Mischung aus älteren Klassikern und neueren Songs. Genau so sollte eine Band mit einer solchen Geschichte ihre Shows aufbauen.
Dazu kommt diese unglaubliche Sympathie, die Armored Saint ausstrahlen. Keine große Show um nichts, kein Gehabe – einfach fünf Musiker, die offensichtlich immer noch richtig Bock darauf haben, gemeinsam Heavy Metal zu spielen.


Tightes Zusammenspiel, eine Stimme vom Feinsten und Sympathie ohne Ende.
Ich hatte außerdem die Gelegenheit, John Bush in der Stadt zu treffen. Dabei erzählte er, dass er im kommenden Jahr auf Tour gehen möchte, um Songs aus seiner Zeit bei Anthrax zu spielen.
Wenn das wirklich so kommt, dürfte das für Fans seiner Anthrax-Ära ziemlich interessant werden.
Aber zurück zu Armored Saint: Nach so einem Abend bleibt für mich wirklich nur die Frage, warum eine Band mit dieser Qualität, diesen Songs und diesem Sänger nie ganz oben angekommen ist.
Armored Saint hätten es definitiv verdient.
Bilder by Stefan Maassen
